Freitag , 9 November 2018

Das schnelle Geld machen mit Apples iPhone…

… das wünschen sich so manche Händler und Netzanbieter. Der dem trendigen Handy vorauseilende Ruf und dessen hohe Umsatzerwartung ruft aber auch viele zwielichtige Gestalten auf den Plan. So stiess ich vor wenigen Tagen bei ebay.com auf ein Angebot:

  • íphone.com – Top Level Domain ab € 3’500

Auf den ersten Blick versteht man die Welt nicht mehr. Hat es Apple etwa tatsächlich verschlafen, den zum Produkt passenden Domainnamen zu reservieren? Gleichzeitig wundere ich mich über den hierfür eher tiefen Preis: «Nur» gerade 3’500 Euro soll diese Domain kosten…

Hier lockt wohl nur das schnelle Geld...Schnell löst sich das Rätsel, denn bei genauem Hinsehen erkennt man, dass es sich nicht um die Domain iphone.com sondern um íphone.com geht… man beachte den etwas anderen i-Punkt.

Möglich machen dies die sogenannten IDN-Domains. Seit deren Einführung ist es möglich, Umlaute und Sonderzeichen in Domains zu verwenden. Diese werden dann bei der Eingabe des Anwenders codiert. So wird beispielsweise aus der Domain www.kühe-mögen-äpfel.de die folgende klassische URL: www.xn--khe-mgen-pfel-jfb9x9c.de, aus der genannten Domain íphone.com wird xn--provder-2ya.com

Die ursprüngliche Idee war es, Umlaute und sprachenspezifische Sonderzeichen zu ermöglichen. Das mag bei eindeutigen Begriffen wie bücher oder müller etc. noch funktionieren, doch es stellt sich die Frage, ob der normale Anwender tatsächlich das i mit dem speziellen Apostroph eingibt, bzw. eingeben kann? Ich weiss nicht recht. Ausserdem ist es für mich fragwürdig, ob es ausser ebenso zwielichtigen Gründen wie Phishing – wo man auf eben diese Täuschungsmanöver aus ist – wirklich reele, seriöse Vorhaben geben kann, wo dieser Domainname auch Sinn macht.

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