Erhohlung vom Weihnachtsstress im Aufzug

Soeben bin ich von einer Einkaufstour durch die Innenstadt St. Gallens heimgekehrt. Auf den Punkt gebracht: Es war eine Tortur. Zuerst der Kampf um den letzten, in der ganzen Stadt noch freien Parkplatz, dann die Menschenmassen welche einen fast überrannte und die stets umgreifende Panik, dass die letzten Geschenke wer anderes ergattern könnte. Irgendwie hat mich das Ganze eine ganze Portion Vorfreude auf Weihnachten gekostet. Ein ganz spezieller Moment erfuhr ich im Aufzug, mit welchem ich Richtung Parkgarage fuhr. Da schlossen sich die Schiebetüren und noch bevor sich der Lift in Bewegung setzt kehrt eine angenehme Ruhe ein. Ich alleine in diesem kleinen Raum, keine Weihnachtsmusik, keine kreischenden Kinder, keine gestressten Mütter, keine Verkäufer welche um Deine Gunst buhlen. Ruhe, […]

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Aus Zürich diktierter Unsinn bei Kitag

Ich habe es wieder einmal gewagt und die Hallen des Cinedomes in Abtwil SG betreten. Hungrig und nur knapp vor Vorstellungsbeginn stand ich am Tresen mit der Absicht, etwas Nährendes zu erwerben. Die Auswahl ist – typisch Kino – eher bescheiden: Süsses ohne Ende, verschiedene Galce-Sorten, Nachos mit Käsesauce und etwas Schokolade… und neuerdings auch Hot-Dogs. Cool, das will ich! So bestelle ich dieses und werde von der netten Dame hinter der Theke informiert: “Sie dürfen das Hot-Dog aber nicht in den Kinosall hinein nehmen.” Aaahh-haa?! Etwas irrtiert frage ich nach, wie es denn um die anderen Gerichte bestellt sei. Das sei hingegen kein Problem, wurde mir berichtet. So nahm ich dann die viel zu kleine Schachtel mit den Nachos […]

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Was kriegt man für 290’00 Franken???

Ein kleines Haus ohne Land? Einen tollen, schnellen Ferrari? Ja, das gäbe es wohl beides für dieses Geld. Doch in der Stadt St. Gallen hat man für das selbe Geld gerade mal eine kleine, provisorische – und man höre und staune – lediglich gemietete Fussgängerbrücke hingestellt. Das berichtet das St. Galler Tagblatt. Irgendwie stimmt für mich das Verhältnis nicht: Bei einem Hausbau wird doch viel mehr Material, mehr Planungsarbeit, mehr Bauarbeit aufgewendet als bei einer solchen Brücke aus Fertigelementen. Nicht mal ein Aushub ist notwendig, dafür soll die Brücke innerhalb von nicht mal 10 Minuten vom Laster abgeladen und montiert worden sein. Irgendwie riecht das Ganze für mich nachVerschleuderung von Steuergeldern… Oder oute ich mich jetzt als architektonischer Totallaie? .-)

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Was hat dieses Zeichen zu bedeuten?

Wer mit offenen Augen durch die Welt schreitet, entdeckt bekanntlich immer wieder Neues und Unbekanntes. Schon vor einigen Monaten entdeckte ich erstmals ein Symbol in der Stadt, aufgeklebt an einer Tourist-Info-Tafel, welches mich an das bekannte Schattenspiel-Bild «Hund» erinnert. Ich habe es als Gag eines Klebebilder-begeisterten Mitmenschen abgetan und ignoriert. Doch seither habe ich dieses Symbol immer wieder in der Stadt St. Gallen entdeckt. Meistens ziert es die Rückseiten von amtlichen Schildern, so beispielsweise das «Rechts-Abbiege-Verbotsschild» vor unserem Geschäftshaus oder ein Schild an der Heiligkreuzkreuzung. So vermute ich nun, dass diese Schattenbilder doch was zu bedeuten haben und rätsle seither, ohne zu einem echten Ergebnis gekommen zu sein. Vielleicht weiss ja einer von Euch da draussen, was für ein Geheimnis […]

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Ein Hauch Italien (Restaurantempfehlung)

In Zeiten überteuerter Pizzerias, standardisierten Kebapbuden und langweiligem Conviniencefood schätze ich die Perlen in der Gastronomie umso mehr. Es ist tragisch wieviele Lokale heute nicht mehr fähig gewillt sind, z.B. eine Salatsauce selbst herzustellen und stattdessen lieber zum Fertigprodukt aus der Flasche greifen. Ganz unscheinbar im östlichen Stadtteil St. Fiden (Heimatstrasse 13, St. Gallen) steht die «Osteria Italiana». Dieses Restaurant ist einfach eingerichtet und versprüht den urtypischen Charme eines italienischen Clublokals. Es ist denn auch nicht die Einrichtung die begeistert, sondern der Wirt mit seiner sympathischen und zuvorkommenden Art und der ausgezeichneten und abwechslungsreichen Küche. Wir haben nun schon einige Mal zu Mittag gegessen und waren stets begeistert. Das Mahl beginnt mit einem Antipasti-Buffet: Nicht einfach die üblichen Verdächtigen wie […]

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Lektion «Psychologische Preise» voll verhaut!

Entdeckt in einem St. Galler Modehaus. Wie um alles in der Welt kommen die Leute dort auf derart seltsame Preise wie Fr. 335.30 oder Fr. 601.30. Haben die noch nie was vom Schwellenpreis, bzw. von der psychologischen Preisgestaltung gehört? Man bedenke, es geht hier um teure Kleider mit viel Marge… ob Fr. 2.30 weniger (also 599.–) oder Fr. 3.70 (Fr. 339.–) käme es da wirklich nicht drauf an.

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Grössenwahn beim Cinedome (Kitag)

Als regelmässiger Kinogänger erfreute ich mich in den vergangenen Jahren stets der hochwertigen technischen Ausrüstung der St. Galler «Brüni-Kinos». Das Drumherum war zwar etwas angegraut, doch man spürte stets, dass der Kinogänger im Fokus stand. Doch vor einem halben Jahr wurden die Stadtkinos und das Cinedome an die Kitag-Gruppe verkauft. Inzwischen spürt man erste Veränderungen und mit ihnen auch den arroganten Unterton eines Grosskonzerns, welches mehr den Profit statt den Kunden in den Vordergrund aller Überlegungen stellt. Worum gehts? «Zodiac», ein brillianter Thriller der in den Siebzigern spielt, wollten wir gestern im Cinedome erleben. Ich hatte noch Kinogutscheine (danke liebe Swisscom!), welche in jedem Kino der Schweiz und in jeder Vorstellung gültig sind. «Perfekt, dann reserviere ich mal die Plätze […]

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Endlich dämmert es

Eine Nacht im Freien stelle ich mir normalerweise romantisch und spannend vor. Doch die letzten sechs Stunden waren hart, zwei weitere stehen mir noch bevor. Dank einem kleinen Schäferstündchen am Nachmittag hielt sich die Müdigkeit zwar in Grenzen, doch zermürbender als der wachsende Hunger nach Schlaf ist die Langeweile. Doch ich spüre Hoffnung, die ersten Sonnenstrahlen lassen den Horizont in Dämmerlicht erstrahlen, ein munteres Vogelzwitscher durchbricht die nächtliche Stille, der Minutenzeiger wandert munter dem Dienstschluss entgegen. Eines weiss ich nach diesem Diensttag genau: Für Nachtarbeit bin ich nicht geboren.

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