Donnerstag , 18 Oktober 2018

Was kriegt man für 290’00 Franken???

Gestern im St. Galler Tagblatt über den Bau einer Brücke für 290'000 Franken.Ein kleines Haus ohne Land? Einen tollen, schnellen Ferrari? Ja, das gäbe es wohl beides für dieses Geld. Doch in der Stadt St. Gallen hat man für das selbe Geld gerade mal eine kleine, provisorische – und man höre und staune – lediglich gemietete Fussgängerbrücke hingestellt. Das berichtet das St. Galler Tagblatt.

Irgendwie stimmt für mich das Verhältnis nicht:

Bei einem Hausbau wird doch viel mehr Material, mehr Planungsarbeit, mehr Bauarbeit aufgewendet als bei einer solchen Brücke aus Fertigelementen. Nicht mal ein Aushub ist notwendig, dafür soll die Brücke innerhalb von nicht mal 10 Minuten vom Laster abgeladen und montiert worden sein. Irgendwie riecht das Ganze für mich nachVerschleuderung von Steuergeldern…

Oder oute ich mich jetzt als architektonischer Totallaie? .-)

Check Also

Herrlich absurd: Musikvideos ohne Musik

Ich bin über einen sehr speziellen «Trend» gestolpert: Musikvideos ohne Musik. Eigentlich sind es wunderbare …

4 comments

  1. Irgendwas stimmt doch da nicht. Entweder haben sich die Journis vom Tagblatt verschrieben, oder in den 290’000 sind irgendwelche Bestechungsgelder für die Entscheidungsträger in der St. Galler Verwaltung beinhaltet.

    Auch im Vergleich zu einem Auto hinkt der Preis: Ich bin der Meinung, ein Auto herzustellen, mit der ganzen Elektronik und den vielen Einzelteilen… Es kann doch nicht sein, dass diese Brücke ein Zehnfaches eines Autos kostet! Selbst wenn man noch den Transport und die Montage miteinberechnet.

    Entweder ist da echt was faul oder ich bin auch ein architektonischer Totallaie. ;o)

  2. 290’000 Franken Miete ist schon ein bisschen viel vorallem für ein Provisorium (welches vermutlich zu einer ewigen Sache wird, wenn dann der Tunnel der Appenzeller Bahnen nicht kommen sollte)

    sollte doch sicher 2900.- oder so heissen, was vernünftiger wäre

    das mit der Miete finde ich gar nicht mal so schlecht, dann kann die Stadt die Brücke ja dann wieder zurückgeben

  3. hmm. ich denke mit all den bewilligungen und verträgen kommt shcon ein hoher betrag auf. finde es aber trotzdem viel zu teuer.

    aber immerhin wird die brücke benötigt, nicht wie in deutschland wo es 1000e von brücken gibt, welche nicht mal eine strasse oder einen weg angeschlossen haben. darüber sollte man mal was berichten :)

  4. Ich kann mir kaum vorstellen das jemand ernsthaft 290.000 Franken für ein Provisiorium ausgibt. Das muss ein Druckfehler sein. Mit Anlieferung und Aufstellen und Unterhalt für 2 Jahre könnte ich mir bestenfalls noch 29.000 CHF vorstellen. Vielleicht sollte hier mal jemand beim Ersteller des Zeitungsartikels nachfragen oder andernfalls den zuständigen Bauausschuss wegen Verschwendung von Steuergeldern verzeigen.