Donnerstag , 29 Juni 2017

Canon oder Nikon? Eine Glaubensfrage?

Sehr oft werde ich um Rat bezüglich dem Kauf einer Kamera gebeten. Eine der häufigsten Fragen lautet: «Soll ich Canon oder Nikon?» 

Nun, ich gelangte zur Überzeugung, dass es eigentlich keine grosse Rolle spielt. Die Kamerahersteller geben sich seit Jahren ein reges Katz- und Maus-Spiel und die Unterschiede sind eigentlich eher klein… mal liegt Canon vorne, dann wieder Nikon und manchmal auch ein anderer Hersteller. Doch genau genommen kann man das nicht mal so genau definieren. Die eine Kamera ist beim Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten leicht besser, die andere bietet einen leiseren Lautlos-Modus, die dritte hat im Moment den farbtreueren Bildschirm.

Wenn ich zurückblicke, dann wird mir klar, dass es eigentlich der pure Zufall war, dass ich heute mit Canon fotografiere. Mir ist kürzlich ein Dokument in die Hände geraten, welche meinen Kauf vor sieben Jahren dokumentiert. Ursprünglich bestellte ich die Nikon, nachdem diese jedoch über Wochen nicht geliefert werden konnte, switchte ich die Bestellung auf das Modell von Canon um… und da blieb ich denn auch, wenn auch ich mich inzwischen zum Flagship-Modell EOS 1Dx hochgearbeitet habe. Man könnte es eigentlich so zusammenfassen, dass ich nur wegen den Lieferschwierigkeiten von Nikon und meiner Ungeduld bei Canon gelandet bin. Zufrieden bin ich damit sehr, wäre ich aber bestimmt auch mit Nikon, Sony oder Pentax (gell, Christian).

(Die Kamera von damals ist übrigens auch heute noch in Betrieb… sie verrichtet in meinem Photobooth ihre zuverlässigen Dienste.)

Was antworte ich nun also auf die Frage?

  • Es ist egal welcher Hersteller!
    Du wirst mit jeder modernen Kamera die technischen Voraussetzungen für gute Bilder haben.
  • Es ist egal, welches Modell.
    Klar, die grösseren (teueren) Modelle bieten mehr Schnickschnack, Komfort, sind wetterfest und bieten mehr Sicherheit, vielleicht etwas mehr Speed. Doch im normalen Anwender-Alltag bewährt sich selbst eine kleine Spiegelreflexkamera bestens. Wichtiger ist, dass man sie lernt zu beherrschen und die schönen Motive wirklich entdeckt.
  • Investiere lieber in ein gutes Objektiv.
    Ob eine kleine Amateur-DSLR, eine semi-professionelle Vollformat-Kamera oder gar ein Flagship-Modell, alle benötigen ein hochwertiges Objektiv. Ist dieses untauglich, nützt der beste Sensor nichts. Lieber ein paar Franken in ein gutes Objektiv investiert als in ein grösseres Kameramodell.
  • Lerne zu fotografieren, spiele mit den Möglichkeiten!
    Nur die Erfahrung und viel Ausdauer bringt einen weiter. Probiere und experimentiere, konzentriere Dich nicht nur auf die Technik, sondern aufs Bild.

Ganz aktuell

Im Februar 2014 führe ich drei spannende Fotografie-Workshops durch.  Vielleicht wäre das was für Dich?

Was denkst Du zum Thema?

Was hattest Du für Erfahrungen gesammelt? Warum hast Du Dich für die eine oder andere Marke entschieden? Ich bin gespannt auf Deine Kommentare.

 

Lukas Gächter gefällt dieser Artikel

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