Samstag , 22 Juli 2017

Tour de Suisse – Tag Nummer sechs

Wir hatten eine ziemlich anstrengende und eher schlaflose Nacht hinter uns, obwohl wir nun das erste Mal auf unserer Tour de Suisse in einem (namentlich) Hotel übernachteten.

Schon beim Einchecken fanden wir das Ganze etwas suspekt. Wir erhielten nur den Schlüssel. In jedem anderen Gasthaus auf unserer Reise wurden wir ins Zimmer begleitet und über die wichtigsten Einrichtungen aufgeklärt. Hier im Hotel Ringmauer erfuhren wir nur, dass wir im Zimmer einen zusätzlichen Schlüssel für unser eigenes WC vorfinden würden. So machten wir uns also auf die Suche nach dem Zimmer, fanden den besagten Schlüssel und zwei Toiletten mit einem passenden (Vierkant-)Schloss…

Irgendwie machte dieses «WC mit Vierkanntschlüssel schliessen» wenig Sinn. Denn immer wieder war es beim nächsten Aufsuchen nicht mehr abgeschlossen… und wer, ausser den paar Hotelgästen, sollte sonst auf dieses Klo? In der Nacht hatte Gabi dann auch eine interessante Begegnung mit einem anderen Hotelgast, der sich über dieses immer wieder mal verschlossene WC echauffierte…

Trotz aller Aufregung und einer abwechslungsreichen nächtlichen Geräuschkulisse starteten wir motiviert in den Tag. Und dann bemerkten wir erst den Irrtum: Nicht für die Toilette war unser spezieller Schlüssel gedacht, sondern für eine seperate Dusche mit WC, welche halt eben einfach nicht wirklich geschickt beschriftet war. Oh… hätte man uns das Ganze beim Einchecken gezeigt, wäre vieles eindeutiger gewesen.

Tim: «Nach dem Frühstück brachen wir zu einer Shoppingtour in Murten auf. Ich fand es speziell, denn normalerweise kaufe ich dabei immer etwas, doch heute fand ich nichts passendes.»

Unsere Shoppingtour im malerischen Murten war keine zeitraubende Geschichte gewesen. Wir flanierten durch die Gassen und Schaufenster und entdeckten so manch originelles Geschäft. Eines faszinierte uns besonders: Die «Chesery» ist eine äusserst verspielte Mischung zwischen einem Brockenhaus – oder eher Antiquitätenladen – und einem Restaurant.

Und hier noch eine kurze Bildserie beim Geocachen…

Unser Tagesziel heute war Moutier. Ein Besuch bei meiner Mutter, Grosi und künftigen Schwiegermutter… und ihrer Partnerin Michelle. Doch bevor wir aufbrachen, spendeten wir auch in die Gemeindekasse von Murten vierzig Franken. ;-)

Am frühen Nachmittag trafen wir hungrig an diesem abgelegenen Ort ein. Der Grill war schon angefeuert und schon bald durften wir unsere Mägen so richtig voll schlagen. Danach wurden die Isländerpferde gestriegelt, gebürstet und gesattelt und Lisi brach mit Janice und Tim zu einem Ausritt auf.

Janice: «Auf den Besuch bei Grosi Lisi freute ich mich sehr, denn ich konnte endlich mal wieder meine Sorta – das Islandpferd – sehen… und später auf Padda reiten gehen. Die kleinen Babykatzen sind seit meinem letzten Besuch stark gewachsen und auch viel herziger als damals.»

Währenddessen kamen Gabi und ich in den Genuss von richtig intensiver Wärme. Eine Wohltat, denn nach den vergangenen Tagen spürten wir schon grosses Verlangen danach. Zuerst suhlten wir uns im herrlich geheizten Whirlpool im Garten, danach genossen wir zwei ausgiebige Saunagänge. Ach, das war ja sooooo herrlich! Endlich schwitzen, endlich geniessen. ;-)

Anita Schnüriger gefällt dieser Artikel

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