Samstag , 22 Juli 2017

Tour de Suisse – Unser vierter Tag

Die zahlreichen Rückmeldungen von zu Hause freuen uns sehr, spornen uns gar an, unseren täglichen Reisebericht weiterzuführen. Heute morgen begann der Tag nach einer strengen, da lauten Nacht… wobei zu erwähnen ist, dass die Dame und die beiden Kids wunderbar und ungestört geschlafen hatten. Ich jedoch horchte die halbe Nacht lang dem immerwährenden Surren der Tiefkühlanlage (oder was es immer auch gewesen sein mag).

Das Frühstück war willkommen, sogar die Sonne sandte uns einige Strahlen zu. Sie sollten im Verlaufe des Tages immer weniger werden.

Auf dem Weg zu unserer ersten Station machten wir im idyllischen Örtchen Iseltwald halt… im kleinen Dorfladen rüsteten wir uns mit Brot, Käse und Getränk für unsere bevorstehende Wanderung. Der Einkauf wurde dabei etwas teurer als erwartet, denn die Dame der Securitas, welche für die Gemeinde die Parkplätze «bewirtschaftet», war schneller wie wir und so durften wir vierzig Franken an die Gemeindekasse «spenden». Immerhin bedankte sie sich dafür ganz anständig… :-)

Dann ging es zu den Beatushöhlen, direkt am Thunersee gelegen. Ja, was soll ich dazu sagen? «Massentourismus» trifft es wohl auf den Punkt. In einer riesigen Gruppe ging es rein in den Berg, dreimal ein kurzer Stopp für audiovisuelle Erklärungen und dann schnell wieder raus. Den Kindern scheints gefallen zu haben, wir Erwachsene müssen uns das aber wohl nicht ein zweites Mal antun.

Bei einem einsamen Bänkchen schauten wir auf den ruhenden, türkisgrünen Thunersee und genossen unser (teures) Picknick. So gestärkt waren wir frohen Mutes, die bevorstehende Herausforderung anzunehmen.

Wir waren schon ziemlich überrascht, als unser Navi uns für den Weg von der Beatusbucht zum Beatenberg-Dorf (auf der Karte nur ein Katzensprung) plötzlich eine halbstündige Fahrt mit Umkehr in Interlaken bedeutete. Doch eigentlich war dieses Intermezzo ganz willkommen, Tim wagte gar noch einen kurzen Autoschlaf.

Bei strömendem Regen überlegten wir auf dem Parkplatz der Niederhornbahn, was wir nun tun wollen. Geplant war eine Wanderung hoch auf den Gipfel, die Zimmer zur Übernachtung waren ja bereits reserviert. In weiser Voraussicht hatten wir uns zuhause mit wasserdichten Regenjacken eingedeckt. So entschieden wir uns für eine Fahrt mit der Gondel bis zur Mittelstation Vorsass. Von dort aus bezwangen wir die letzten vierhundert Höhenmeter dann zu Fuss, durch dicke Nebelschwaden und einige Regenschauer hindurch. Es war ein schönes, befreiendes Gefühl, als wir den Gipfel, bzw. das Berggasthaus erreichten.

Was dann folgte, war mehr als überraschend positiv. Äusserst freundlich und humorvoll wurden wir begrüsst und zu unseren Zimmern geführt. Diese waren sehr schön eingerichtet, sauber und überraschend modern. Generell ist das gesamte Restaurant total stylisch eingerichtet. Damit haben wir definitv nicht gerechnet.

Die hervorragende Küche vermochte uns alle begeistern. Wir wurden stets sehr zuvorkommend umsorgt, die kleinsten Wünsche sofort von unseren Lippen abgelesen… nur die Kinder mussten wir selbst zu Bette bringen. :-)

Morgen geht es dann wieder talwärts… doch dieses Mal weder zu Fuss noch mit der Seilbahn. Doch dazu mehr morgen Abend…

Jolanda Lerch gefällt dieser Artikel

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3 comments

  1. Fredy Oelfinger

    Mhhhhhhh,FIGUGEGL…..das isch doch cool, mir händ geschter grad Raclette gha…und das wiä zmitzt im Winter ;-) ….ja ja Beatenberg und Iseltwald,das kenned mir au…

  2. Sali ihr

    Genial die Bricht, aber no genialer was ihr zäme uf d’bei stelled! Gnüssed die Täg no, und passed hüt uf ;-)

    En liebe Gruess

    Tom