Mittwoch , 29 März 2017

Tour de Suisse – Der dritte Ferientag

Wir hatten den Frühstückssaal für uns ganz alleine. Frische Brötchen, leckeren Milchkaffee und eine schmackhafte Käse- und Aufschnittplatte wartete auf uns. Danach hiess es einmal mehr «Packen» und schon fuhren wir Richtung Luzern.

Auf dem Weg machten wir einen spontanen Abstecher zu meinem geschätzten Leinwandfabrikanten. Werni empfing uns mit grosser Freude und führte uns mit sichtlichem Stolz durch seinen Betrieb und seine faszinierende Bilderausstellung. Es ist ja schon begeisternd, wie Fotos auf Leinwand gedruckt und Keilrahmen aufgespannt wirken können. Auch zeigte er uns eine Konkurrenzanalyse… ich glaube, da habe ich wirklich aufs richtige Pferd gesetzt.

In Luzern schlenderten wir über die Kappelerbrücke und bestaunten das Ausmass des grossen Brandes vor rund 18 Jahren. Kurz vor dem Ende der Brücke peilten wir einen versteckten Geocache an… schnell wussten wir wo zu suchen war, doch zwei «sesshafte» Muggels hatten uns eine einge Geduld abverlangt. So kamen wir denn auch noch kurz mit einer anderen Geocachingfamilie ins Gespräch und konnten kurz daraufhin unseren Fund vermelden und loggen.

Vor dem Bourbaki Panorama erlebten wir wohl den gemeinsamen Tiefpunkt des Tages. Erst nach einigem Hin und Her und hitzigen Diskussionen besuchten wir dann doch noch das über 130 Jahre alte, riesige Panoramabild. «Leicht ernüchtert» verliessen wir dann diese Sehenswürdigkeit, verpflegten uns in einem Takeaway, schlichen uns je zu zweit auf eine Toilette (unsere «Bisis» waren uns irgendwie nicht vier Franken wert, so schafften wir es für zwei…) und suchten unser Fahrmobil auf, welches bereits in der Tiefgarage auf uns wartete.

Nach gerade mal zwanzig Minuten Autofahrt gelangten wir zur Glasi Hergiswil. Unsere Erwartungen waren nach dem gestrigen Reinfall in Willisau etwas reduziert. So stellten wir uns auf einen besseren Fabrikladen und einige Schaukästen ein. Umso begeisterter waren wir dann, als wir die Hitze der Glasöfen hautnah spürten und die interessante Ausstellung bestaunten.

Tim: «Mein Higlight war für mich das Glas blasen. Ich durfte selber eine schöne, grosse Glaskugel blasen. Der Chefglasbläser bereitete alles vor und dann konnte ich mit Gefühl in das Blasrohr pusten. Er half mit Drehen des Rohrs, dass die Kugel schön gleichmässig rund blieb.»

Zum Abschluss entdeckten wir dann noch den Eingang zum Glasmuseum «Vom Feuer geformt». Schon ziemlich erschöpft warten wir auf den Einlass. Die kurze Erklärung der Angestellten brachte einige Stirnrunzeln auf unsere Gesichter: «Das Museum dauert 23 Minuten.» Was sie damit auch immer gemeint haben wollte…

Janice: «Cool fand ich das Museum in der Glasi Hergiswil. Es war voll der Hit. Das ganze Museum überraschte mit unerwarteten Effekten, Licht- und Tonelementen. Es zeigte uns die Geschichte der Glasi Hergiswil hautnah auf. Am stärksten beeindruckte mich die Zeit des Krieges, als die Glasi nur noch Einmachgläser produzieren musste. Das kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen.»

Mit vielen Eindrücken lotste uns das Navi dann nach Sachseln, wo uns im Landgasthof Zollhaus eine richtiggehende Überraschung erwartete. Nicht nur, dass wir ein richtiges Appartement erhielten, auch zum Nachtessen wurden unsere Erwartungen übertroffen. Ein riesiges Sommerbuffet empfing uns… wir hatten Glück, ausgerechnet heute hier zu nächtigen.

Morgen gehts ins Berner Oberland, wo wir in einem Berggasthaus übernachten wollen. Leider scheint uns das Wetter das Leben etwas schwer zu machen, doch andererseits können wir nun unsere neuen Regenjacken endlich mal auf Herz und Nieren testen… morgen gibts also erste Ergebnisse unseres Praxistests.

Peter Weinlauf gefällt dieser Artikel

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2 comments

  1. Da habt ihr es ja richtig toll zusammen, ja warum auch immer wegfahren in die Ferne, wir haben ja mega tolle Sachen und Sehenswürdigkeiten auch bei uns.
    Die Glasi Hergiswil haben wir auch mal bestaunt, war echt cool dies in Live mal zu sehen. Dann hoffe ich mal für euch, dass ihr den Praxistest nicht allzu streng machen müsst, denn schönes Wetter ist ja auch viel schöner….und man kann ja auch Sonnenhüte testen ;-)
    En liäbä Gruess und no schöni Feriä und viel tolle Erlebnisse, ein paar schöne Caches und immer guät Licht, wünscht euch
    Fredy Oelfinger