Donnerstag , 17 August 2017

Zufriedenheit garantiert!

Der Kuhhandel ist perfekt! So könnte man mein Erlebnis mit unserer Grasmähkuh (Robomow RM400 bzw. Husqvana Automover AC220) kurz zusammenfassen. Was anfänglich mit Frust gestartet ist, hat sich am Schluss zum Positiven gewendet.

Erster Akt – Der Spontankauf

Ich war am Morgen bei einem Kunden zu Werke und als wir nach getaner Arbeit im Garten sassen, besuchte uns so ein kleiner, feiner Rasenmähroboter. Fasziniert verfolgte ich sein Treiben, dachte an die Pflicht, am Nachmittag unseren Rasen zu Hause zu stutzen. Doch unser Benzinrasenmäher hatte den Winter schlecht überstanden, das Lebenselixier sickerte direkt durch die Stelle, wo normalerweise ein Benzinschläuchlein zum Motor führt. Ok, ab zur Landi und das Gerät reparieren lassen.

So stand ich nun im Laden, wartete auf die Bedienung und währenddessen stolperte ich über ein unschlagbares Angebot. Robomow RM400 nannte sich die Rasenkuh… die Impressionen vom Morgen waren noch so frisch und präsent, schon kurze Zeit später fuhr ich das Gerät nach Hause. Begrenzungskabel und Ladestation waren bald installiert und nach einigen Optimierungen startete die Kuh seinen Motor. «Uiiii… das ist aber laut… sehr laut!»

In der Anleitung las ich dann, dass die Lautstärke bis zu 85 Dezibel beträgt, im Ecomodus dann noch einiges weniger. Nun ja, Ecomodus aktiviert und in der Tat, es war leiser… und dennoch massiv lauter als das, was ich am Morgen im Garten meines Kundens gesehen hatte.

Zweiter Akt – Ja oder nein?

In den nächsten Tagen durchlebte ich ein Wechselbad der Gefühle. Immer wieder aber überwiegte der Frust für teures Geld etwas gekauft zu haben, was mich nicht wirklich zufrieden stellt. Ok, der Rasenschnitt war ganz in Ordnung, das Gerät verrichtete zuverlässig seinen Dienst, doch irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, dass hier ein Holzpflock arbeitete. Die Antriebsgeräusche waren bestimmt unter den gesetzlichen Grenzwerten, dennoch deutlich zu laut und nervig, um dabei im Garten zu entspannen oder zu arbeiten. Der Mäher arbeitete wenig feinfühlig, wenn er an ein Hindernis stiess, dann jeweils mit Schmackes. Klar, Lärmempfinden ist subjektiv, doch als wir dann auch noch von Nachbarn auf die Geräuschentwicklung angesprochen wurden, kontaktierte ich die Landi und sprach meine Unzufriedenheit an.

Der Geschäftsführer nahm sich mir an und wollte sich mit dem Hersteller in Verbindung setzen. Doch leider kam er damit zu keinen neuen Erkenntnissen, er konnte lediglich den bereits aktivierten Eco-Mode empfehlen. Zum gleichen Resultat kam ich, als ich selbst die Hotline bemühte. Ich drängte nicht auf eine Rückgabe, innerlich befasste ich mich gar mit dem Gedanken, das Gerät über Ricardo zu vertickern und den Abschreiber als Lehrgeld zu verbuchen.

Umso erfreuter war ich dann auch, als mir die Landi anbot, das Gerät zurückzunehmen. Mir war klar, dass damit der Rasenmäher für den Laden nicht mehr – zumindestens nicht mehr zum Neupreis – verkäuflich wäre, auch das Verbrauchsmaterial wie Begrenzungsdraht und Rasenhaken waren nun gebraucht. Das Gerät war ja doch bereits fast vier Wochen im Einsatz. Trotzdem wurde mir der volle Kaufbetrag erstattet… und mein Angebot, mich an der Wertminderung zu beteiligen, wurde freundlich abgelehnt: «Ihre Zufriedenheit ist uns wichtiger!»

Wow! Damit hätte ich nicht gerechnet, darum möchte ich an dieser Stelle der Landi und dessen Geschäftsführer ein Kränzchen winden. Wenn nur alle so kulant und kundenorientiert wären!

Dritter Akt – Neuinstallation

Gleichentags fuhren wir bei einem in der Region bekannten Händler von Husqvana Rasenrobotern vorbei. Nach einer kurzen Demonstration war ich überzeugt und sagte salopp: «Ist gekauft, wenn er am Nachmittag installiert werden kann.»  Der Chef war noch nicht da, also versprach man mir einen Rückruf. Dieser folgte dann auch prompt, kaum war ich zu Hause… und eine knappe Stunde später verrichtete die neue, nun endlich leise arbeitende, Nachbarn-schonende Rasenkuh ihren Dienst. Heute, zwei Tage später, bin ich mehr als begeistert. Die Schnittqualität ist noch um einiges besser, das Gerät arbeitet leise (nur leise «Kaugeräusche») und fährt Hindernisse stets vorsichtig und mit Bedacht an…

Fazit

Die Landi Goldach hat sich von ihrer besten, kundenfreundlichen Seite gezeigt – was ich sehr schätze und keineswegs als selbstverständlich erachte. Das neue Gerät arbeitet piccobello und ich bin nun zufrieden und glücklich.

 

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One comment

  1. jaja, de vermissed mer au….in Schlinike hämmer au so eine gha :-)