Dienstag , 28 März 2017

[iOS] Hipstamatic – plötzlich ist es Kult.

Fotografie ist meine Leidenschaft. Gerne nutze ich hierzu meine tolle Fotoausrüstung mit den vielen hochwertigen Objektiven und unzähligem digitalem Schnickschnack. Für einen Schnappschuss zwischendurch reicht natürlich auch die im iPhone integrierte Kamera, doch langweilte mich diese stets. Irgendwann stolperte ich dann über die App «Hipstamatic», installierte diese, machte einige Fotos und legte die Anwendung wieder zur Seite. «Naja, eine Fotokamera-App mit Effekten, gibts ja viele» lautete mein schnelles, wohl voreiliges Urteil.

Wochen und Monate sind seither vergangen. Inzwischen realisiere ich, dass dieses kleine, liebevoll gemachte Programm doch seine Faszination hat. Immer wieder nutze ich nun nämlich Hipstamatic um schnell einen Moment, ein Ereignis oder eine Stimmung festzuhalten. Anfänglich störte es mich, dass man nicht so genau vorher weiss, wie das Foto am Ende aussehen wird. Man wählt zwischen verschiedenen «analogen» Filmen, Objektiven und Blitzen, dann schaut man durch einen nachgebildeten, kleinen Sucher und knippst los. Erst wenn das Foto «entwickelt» wurde – das dauert gerne einige Sekunden – erfährt man, was für ein Ergebnis sich aus diesem Zusammenspiel verschiedener Faktoren ergeben hat.

Hipstamatic ist gewissermassen eine Analogisierung einer Digitalkamera, welche die Farbverfälschungen, Unschärfen und Vignettierungen alter Analogfilme und Mittelformatkameras nachbildet und – sofern man sich darauf einlässt – auch dessen Behäbigkeit und Atmosphäre vermittelt. Die damit entstandenen Bilder sind fern jeglicher Perfektion, abgesoffene und ausgefressene Stellen, abgedunkelte Ränder und Unschärfen gehören zum Konzept und verleihen den Aufnahmen den einzigartigen Charme. Mir gefallen diese Art Fotos und habe richtig Freude daran bekommen.

 

Wie bei einer alten Analogkamera... der Sucher ist beengend und klein.
Verschiedene Filme, Objektive und Aufsteckblitze können per Fingerwisch ausgewählt werden.
Die fertigen Aufnahmen werden nach der Entwicklung direkt in der Anwendung angezeigt.

Die Benutzeroberfläche ist anders, umständlich und authentisch zugleich. Die verfügbaren Filme, Objektive und Blitze sind in eingeschränkter Zahl vorhanden, weitere lassen sich für einige Franken nachkaufen…. und, analog dem Konzept, ohne dass man vorher genau weiss, wie die Bilder damit aussehen werden. Hipstamatic weckte meinen Spieltrieb und nostalgischen Gefühle. Und wie ich immer häufiger feststelle, bin ich damit wohl nicht alleine auf der Welt. Vermehrt treffe ich auf andere Fans, welche ihre Bilder auf Facebook, Flickr und in Blogs zeigen und zweifelsfrei zu erkennen geben, dass dieses kleine App inzwischen zum Kult geworden ist.

Einige Hipstamatic-Bilder … so wie sie aus der «Kamera» kommen.

Mehr Infos:

 

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One comment

  1. Die Photos sehen echt retro aus! Coole Sache …