Donnerstag , 20 Juli 2017

Die Angst um das geliebte Tier

Soeben kamen wir von unserem Abendspaziergang mit unserem Hund zurück. Nun spüren wir ein unbehagliches Gefühl und fühlen, wie fest wir an unseren Tierchen hangen. Doch beginnen wir ganz am Anfang.

Vor etwa einem Jahr hatten wir neben unserem kleinen Bolonka Elox einen roten Tiger. Die beiden waren sich ganz und gar nicht wie Hund und Katz, sondern sie spielten, rammelten, foppten und forderten sich gegenseitig. Es war ein herrliches Schauspiel – man konnte sich nicht satt sehen.

Doch leider war «Titan» ein furchtloser Kater, erweiterte ständig sein Revier. Und so kam es, dass sein Leben beim nahegelegenen Bahngeleise sein Ende nahm.

Der Zufall wollte es, dass Titan’s Mutter gerade wieder süsse kleine Mietzen geworfen hatte und so begrüssten wir schon bald darauf eine seiner Halbschwester in unserem Haus: Die schwarze Katze «Alu». Sie entwickelte sich zu einem ganz eigenen, ganz und gar anderen Charakter. Feinfühlig, verschmust, vorsichtig, flink und verspielt. Und sie lernte, wie einst unser Titan, das ungewöhnliche Spiel mit unserem Hund. Hier ein kleines Video aus deren frühen Tagen:

«Mensch, komm nun endlich mal zum Punkt!» – Keine Angst, jetzt komm ich zum Kern der Sache:

Alu bewegt sich mit Vorliebe in unserer Nähe, hütet unser Haus und man hat fast den Eindruck, sie wartet stets auf unsere Rückkehr in unser Heim. Als wir heute zum Spaziergang aufbrachen, begleitete sie uns wie ein feiner, schwarzer Schatten. Stets in der Nähe, fast nicht zu sehen und dennoch immer da. Die ersten Meter war dies ja ein ganz lustiges Verhalten, doch je mehr wir uns Strasse und später Eisenbahnlinie näherten, desto unbehaglicher wurde es uns. Doch alles Wegscheuchen fruchtete nicht, sie verfolgte uns auf Schritt  und Tritt… bis sie dann endlich rechts abbog und hoffentlich in Richtung unserer Wohnstrasse schlich.

Wir sind zurück, geniessen die Wärme der Stube, doch Alu ist noch nicht wieder eingetroffen. Klar, noch ist es – rein rational gedacht – viel zu früh für jegliche Sorge. Doch das Erlebte und die grosse Freude, welche uns dieser kleine Mitbewohner täglich bereitet, lässt Logik und Verstand vergessen und eine gewisse Angst macht sich breit.

Ich bin aber dennoch überzeugt. dass die kleine Alu den Weg zurück problemlos meistert, denn sie ist – ganz im Unterschied zu Titan – eine sehr vorsichtige Natur.

PS. Inzwischen ist sie wieder zuhause und knabbert fröhlich an ihrem Futter.

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