Samstag , 22 April 2017

Ein unfreiwilliger Bonuscache

Fragt mich besser nicht, warum ich dieses Hobby gerne betreibe. Ihr werdet es angesichts meiner nicht endenden Erklärungseuphorie wahrscheinlich schnell bereuen ;-). Fakt ist aber, dass mir Geocaching so richtig viel Spass bereitet und ich damit die aussergewöhnlichsten Orte entdecke.

Gestern war es mal wieder soweit. Ich konnte die Familie dazu begeistern, einen grösseren Multicache oberhalb Sommeri anzugehen. Es galt, eine Vielzahl Dominosteine im Wald zu finden und aus den abgebildeten Punkten die Koordinaten es Endcaches (der eigentliche Schatz) zu berechnen.

Wie so oft unterschätzt man den Zeitbedarf völlig. Wir gingen also los und erreichten schon bald den ersten Posten. So suchten 10 Augen und zwei Schnüffelnasen. Doch erst ein lieber Telefonjoker – welcher hier auch mitliest – half uns dann den sorgfältig versteckten Dominostein zu entdecken. Eine Stunde war dann vorbei, als wir zum zweiten Posten gelangten. Doch erneut schafften wir es nicht ohne Hilfe des Telefonjokers das kleine Dösli zu entdecken; die Tarnung war ja auch ziemlich gemein: mit Moos bedeckt – als sollte sowas im Wald auffallen ;-)

Nach erneuter Hilfestellung bei Posten drei zweifelte ich so langsam an unseren Fähigkeiten. Doch immerhin gabs dann beim vierten Stage endlich ein Erfolgserlebnis. Cool versteckt war dieser Dominostein, gewissermassen selbst gemacht mit Holz und Bohrmaschine.

Noch drei Posten lagen vor uns, zweieinhalb Stunden marschierten wir schon in diesem hübschen Stück Wald. Wir erreichten soeben den fünften Posten, als Mama Elox feststellte, dass sie eine Bonusaufgabe für uns hätte: Ihr Handy war weg! So brachen wir die reguläre Suche ab, liessen den gekommenen Weg revue passieren und beim zweiten Posten knackten wir dann den „Bonuscache“, das Handy lag da und wartete auf uns.

Die Motivation, zurück zum Posten 5 zu marschieren und die Suche fortzusetzen war inzwischen nicht mehr gar so gross. Ermüdungserscheinungen machten sich bei Gross und Klein breit, auch dunkelte es bereits ein und Donnergrollen versprach uns nichts Gutes.

Wie ein Geschenk nahmen wir dann unseres Telefonjokers Angebot, uns die heiligen Endkoordinaten zu nennen, entgegen. In Windeseile fanden wir dann den Schatz, die Kinder strahlten um die Wette, vergassen all die Strapazen.

Inzwischen eilte auch das Gewitter auf uns zu und liess es dann auf dem Weg zum Auto kräftig und wie aus Kübel regnen. Pudelnass schauten wir dann auf einen unerwartet langen, anstrengenden und vor allem abwechslungsreichen Cachingnachmittag zurück.

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One comment

  1. Ja, ich habe mir noch gedacht als du angerufen hast, da hast du dir aber einen schönen Sonntagsspaziergang ausgesucht.
    Ein wirklich wunderbarer und ganz toll mit Liebe gemachter Cache, aber eben, er hat es in sich.
    Dumm ist nur, wenn man am Schluss merkt, da fehlt aber ein Domino-Stein. Also nochmals zurück oder was, also Telefonjoker…komm raus., aber oha lätz, der Gedanke war gut, aber der Empfang war schlecht ;-)
    Ja, was würde man heute noch machen ohne ein Handy,…oder ohne Empfang…, aber wir lieben sie halt, die liebe Technik…was gibt es da noch schöneres als dann die Natur und das spannende Erlebnis mit dieser Technik eben zu kombinieren.
    Darum mache ich dieses Hobby so gerne, da ist doch tatsächlich alles andere langweilig…..aber liebe Leser passt auf, es kann süchtig machen…und wenn man dann gar nicht mehr weiter weiss, dann kann man sich hier melden…http://www.geocachesuchtberatung.de/
    Also bis zum nächsten mal und viel Spass beim Cachen,
    Fredy Oelfinger