Freitag , 17 November 2017

Kunst, die ich nicht versteh…

Kunstvolles Recycling?Kaffee schlürfend sitze ich in einem Café und blättere in einer älteren Schweizer Illustrierten. Da lese ich eine Reportage über eine 67-jährigen Künstlerin, welche in Ihrem betagten Alter erstmals Ihre Kunstwerke ausstellt. Eine rührende Geschichte finde ich. Doch als ich das halbseitige Foto dazu sehe, wundere ich mich über mein Kunstverständnis… „Unverständnis“… da sehe ich ein altes Plastikflugzeug, welches in einem Wust alter Drähte steckt. Die Bildlegende erklärt mir, dass dies den hochkomplexen Flugverkehr symbolisiere.

Ich überlege mir, wie aufwändig dieses Werk wohl sein mag. Recyclingkiste mit Drähten hervorkramen, zusammenknüllen, altes Flugzeug reinstecken, fertig…

Ist das Kunst? Vermutlich schon, den gewisse Kunst ist nur dann Kunst, wenn sie nicht verstanden wird.

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3 comments

  1. kann es auch nicht nachvollziehen…
    ..bin also auch kein Künstler :-)

    Wenn du mal solche Drähte brauchst, die könnte ich dir aus unserem Altkupfercontainer liefern…nur falls du mal einige schwache Minuten hättest ;-)

  2. Kunst und Krempel – nennt sich ein Auktionshaus im Thurgau wohl treffend.

    Bin über ein Blueverärgernis mal wieder auf Deiner Seite gelandet und hab sie etwas durchstöbert und will zu dem Beitrag auch mal meinen Senf zu geben.

    Was ist wirklich Kunst. Das verstand ich noch nie wirklich und ich stand schon in grossen Museen vor gewaltigen Bildern und empfand kein besonderes Gefühl der Überwältigung oder sonstwelchen.

    Ich verstehe auch nicht, warum ein Picasso x Millionen Wert ist, während ein Nobody froh sein muss, wenn er mal 200 Franken für sein Werk erhält. Die Nachfrage soll den Preis bestimmen? Wieso wird dann ein Picasso so stark nachgefragt? Ich habe keine Ahnung, ich finde die Bilder weder schön noch speziell. Da bewundere ich die Werke unserer behinderter Menschen i, hier wo ich arbeite, um einiges mehr, und staune darüber, wie sie die Welt sehen und mit welcher Liebe sie sich manchen Details widmen. Wenn es diese KUNST als solches wirklich gibt, dann sehe ich das als Kunst an.

    Was dieses abstrakte Kunstwerk dieser Rentnerin betrifft, muss ich sagen, ich finde die Idee irgendwie originell. Und ich könnte es irgendwie auch noch als Kunstwerk verstehen, wenn die Drähte nicht einfach auf irgend eine Art und Weise zusammengefügt und vielleicht auch auf farbliche Apsekte geachtet worden wären, aber so… naja.

    Darum eben, was des einen Kunst ist des andern Krempel. Werde wohl, in der Hoffnung, auch mal Millionen Wert zu sein, mich in kreativer Kunst versuchen.

  3. Die „Künstlerin“ verwendet nur alten Kram und hat damit einen Kunstpreis in Luzern bekommen.
    Einmal stellte sie ihr Bett aus mit Fotos ihrer Operationsnarben. Es ist schon schlimm, dass gute Künstler, solchen Mist machen müssen, damit man
    sie beachtet.
    Emy aus Luzern