Samstag , 8 Dezember 2018

Volliditot!

Was habe ich mich über den Vollidioten Simon Peters amüsiert!

Nein! Keine Angst, ich werde jetzt nicht ausfällig. Ich spreche nur von einem herrlich witzigen Roman, den ich innert Kürze verschlungen habe. Der Roman „Volliditot“ handelt von einem Single namens Simon, angestellt in einem Telekom-Geschäft, gelangweilt von seinen Kunden und dem Leben; auf der immerwährenden Suche nach der perfekten Frau fürs Leben. Dabei entwickelt er sich immer mehr zum Vollidioten.

Nur selten packt mich ein Buch von Beginn weg. Doch dieses Werk hatte genau das geschafft. Bereits auf den ersten zwei Seiten musste ich laut lachen. Die Geschichte beginnt in einem schwedischen Möbelhaus, wo der arme Mensch Ausschau nach einer simplen Sitzgelegenheit hält. Nicht für zwei, nicht für drei, nein nur für eine einzelne Person, da Single und keine Veränderung in Sicht. Da tippt ihm ein Verkäufer auf die Schulter, ein verhängnisvoller Dialog beginnt und endet fast mit einem Totschlag durch die Ikea-Bratpfanne Bruzzlon. In der Folge muss(!) er sich eine Regalnummer merken – „30C“ – welche er ab diesem Moment nicht mehr vergessen kann. Für einen Menschen, der sein wertvolles Hirn nur für die wichtigen Dinge des Lebens frei halten will, ein riesiges unlösbares Problem, dass ihn bis ans Ende seiner Tage verfolgen möge.

Der Autor nimmt den Leser später auf eine Singles-Reise mit, wo er Simon – so erzählt es ihm sein Freund Phil – fleissig wen zum poppen fände. Blöd nur, dass auch am letzten Abend nichts in Sichtweite ist und er sich in bester Looser-Manier von der AllIncluse-Bar persönlich verabschiedet. Doch dann… es kommt eine Ãœberraschung nach der andern… aber verraten werde ich Euch nix :-D Die Schauplätze ändern sich rasant, die Charaktere sind schön gezeichnet und die Wendungen teilweise etwas abstrus… genau so wie ich es mag.
Der Roman „Vollidiot“ von Tommy Jaud fand ich echt spitze. Es ist extrem unterhaltsam, sehr abwechslungsreich und sehr pointiert, die Sprache angenehm flüssig zu lesen und sehr bildhaft. Und die wunderbare Schlussszene hätte man am liebsten gleich selbst miterlebt… Fazit: Meine persönliche Leseempfehlung!
Aber Achtung: Für depressive Singles ist es nicht geeignet! :-D

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