Mittwoch , 13 Dezember 2017

Dirty Polkas

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Auf dem Flug nach London lernte ich Hänsel kennen. Er ist vor 13 Jahren nach Irland ausgewandert. Am Sonntag durfte ich seiner Einladung folgen und besuchte ihn in Ballidehop, einem kleinen Nest im Südosten Irlands. Ich traf ihn und seine Freundin Bernie im Rosies Pub zu einem Pint, und wir fuhren danach zu seinem Haus, etwas ausserhalb vom Dorf, an einem friedlichen Platz, wo weder Haus noch Auto abgeschlossen werden. Du stehst da draussen auf dem Vorplatz, hörst nur den Wind leise flüstern, Du siehst steiniges Land, gelb leuchtenden Gingster und Nichts.

An diesem Ort, fern weg von Zuhause, durfte ich ein herrliches Nachtessen geniessen: OLMA-Bratwurst (!), Dörrbohnen und Kartoffeln. War das lecker!!!

polka2.jpgpolka3.jpg

polka1.jpgDanach traffen nach und nach die anderen Band-Mitglieder ein… zu sechst sind sie die „Dirty Polkas“, eine Rockband, welche eine aussergewöhnliche Mischung von Rockmusik (z.B. Melodien von AC/DC) mit irischen Folk-Klängen und Texten spielen. In einem netten Pub in Ballidehop durfte ich die Band hinbegleiten und ein herrliches Konzert miterleben. Obwohl ziemlich müde und mit schmerzendem Kopf – die Nacht von gestern hinterlies so manche Spur – habe ich mich köstlich amüsiert. Schon beim ersten Song versuchte mir Bernie den irischen Tanz beizubringen… mann! Ist der schnell und kompliziert! :-) Es wird also noch ein wenig dauern, bis ich bei Riverdance auftrete. Grins.

Nach dem Konzert und einem „letzten“ Pint fuhren wir zum Haus zurück, entluden die ganze Anlage und… es ging weiter. Ich lernte den „Hot Whiskey“ kennen. Wow! Das ist äusserst lecker: Whiskey in heissem Wasser, darin ein Schnitz Zitrone, welche mit Nelken bespickt wurde.

nachthimmel.jpgMuss ich nun verraten, dass ich glücklich war, dass ich am nächsten Morgen fast bis Mittag schlafen konnte? Ne, das brauch ich nicht, oder? :-)

Ach ja… und dieser totalen Einsamkeit erlebte ich einen wunderbaren Nachthimmel bestickt mit unzählbaren funkelnden Sternen und einem verschleierten Mond. Ich wähnte mich in einem Traum, doch es war die pure Realität:

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