Donnerstag , 14 Dezember 2017

Dublin lebt…

Das ist nun mein erster Beitrag aus Irland.Die Reise

faehre.jpgSchneeschauer haben mir gestern Sorgen bereitet. Doch diese waren total unbegruendet. Nach der angenehmen Fahrt mit der Faehre von Romanshorn nach Friedrichshafen erreichte ich innert wenigen Minuten den Flughafen. Ich liebe diesen kleinen Flughafen… der ist dermassen uebersichtlich, dass man sich definitiv nicht verirren kann. Nach dem Check In lernte ich Haensel kennen. Er lebt seit 13 Jahren in Ballidehop (ganz im Suedwesten Irlands). Es folgten spannende Gespraeche ueber die irische Kultur und Mentalitaet, Beruf, Musik und Frauen. Doch diese Gespraeche wurden apprupt beendet, als der Flieger zum Abheben beschleunigte… tja, die liebe Flugangst. :-) Doch ich konnte den Flug geniessen… beide Fluege verliefen ohne Verspaetung und ohne Turbulenzen.

ryanair.jpgDer Komfort ist bei Ryanair nicht gerade mit jenem von Swiss zu vergleichen, doch in Anbetracht des sehr sehr sehr guenstigen Preises nehme ich sogar in Kauf, dass man sich waehrend dem Flug als Zuschauer eines Home Shopping Kanals fuehlt. Unentwegt versuchen die Hostessen Parfums, Ess- und Trinkwaren, Rauchwaren bis hin zu Rubbellosen und Telefonkarten zu verkaufen… es fehlten nur noch die Werbeunterbechungen. Hihi. In London Stansted verabschiedete ich mich von Haensel… und durfte eine Einladung entgegennehmen. So werde ich wohl am Sonntag in Ballidehop vorbeischauen und dem Konzert von Haensel beiwohnen.

Dublin Airport -> Fleet Street

bus.jpg

Ein faszinierendes Kapitel war die Busfahrt vom Airport ins „City Centre“ von Dublin. Nachdem mit etwas Fantasie geklaert war, in welchen der vielen Busse ich steigen soll und ich sogar in den Besitz eines gueltigen Tickets gelangt bin, setzte sich das doppelstoeckige Gefaehrt in Bewegung. Ich meinte immer, Italiener fahren wie die Bescheuerten! Nunja, heute weiss ich, es sind die irischen Busfahrer.

Ich staunte, dass niemand in der Tuer haengen blieb… denn der Busfahrer oeffnete die Tuer fuer Aussteigende nur fuer Bruchteile einer Sekunde. Ok, vielleicht ists ja ein Spiel, welches ich noch nicht durchschaue.

dublinnight.jpgDie Iren scheinen ein total spielwuetiges Volk zu sein. An jedem zweiten Eck laedt ein Casino, eine Spielhalle oder ein Bookmaker ein. So ist es wohl auch kein Zufall, dass es das pure Glueck erfordert, am richtigen Ort auszusteigen. Weder im Bus noch die Haltestellen sind beschriftet, die Stationstabelle im Bus zeigte offensichtlich eine andere Strecke als die gefahrene und Durchsagen oder aehnliches gab es ebenfalls nicht. Ich dankte meiner Intuition, als ich zufaellig am richtigen Ort ausstieg… ok, ich hatte ja schon mal eine Stadtkarte angeschaut und wusste, dass mein Hotel in der Naehe des Flusses sein muss…

Das Hotel

Preiswert ist es… ja :-) Wobei auf den Quadratmeter heruntergerechnet relativiert sich das dann schon. Hihi. Es ist aber sauber, beheizt als waeren wir gerade in der Antarktis und mit „Ausblick“ auf einen Lueftungsschacht mit Hinterhof. Egal, da werd ich ja nur schlafen.

Temple Bar

templebar1.jpgWar bislang Leipzigs Barfussgaesschen mein Highlight in Sachen Abendunterhaltung, so koennte sich die Temple Bar als wuerdiger Nachfolger entwickeln… unendlich viele Pubs reihen sich aneinander und Strassenmusiker lassen den kuehlen Wind vergessen. Natuerlich hab ich es nicht unterlassen, ein… zwei… naja, manche Pints of guinness zu geniessen. In nahezu jedem Pub spielen abends Irish Folk Bands auf… egal ob drinnen oder draussen, es herrscht eine friedliche Gelassenheit.

templebar2.jpgGenerell hat sich Irland in den ersten Stunden meiner Reise von seiner schoenen Seite gezeigt: Die Menschen sind – selbst in der Grossstadt Dublin – extrem freundlich, man sieht sich auf der Strasse an und wird gelegentlich selbst da gegruesst. Sogar das Wetter hielt sich daran und abgesehen von einem kurzen 5-minuetigen Regenschauer vor einer Viertelstunde war es sonnig oder ein wenig bedeckt.

Heute werde ich nun nochmals die Temple Bar erleben. Morgen dann verlasse ich Dublin und werde mit dem Mietwagen das Land erkunden. Wohin die Fahrt genau geht, steht noch nicht fest. Tendenziell erst in den Sueden, dann westwaerts… ihr werdet es erfahren :-)

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One comment

  1. Sali Brüetsch. Lass es dir und den Guinness gut gehen, und „think left“ beim abbiegen:-)
    Denke an dich, und hoffe du hast viel Spass. Gruss Tom